Ihre Lücke in zwei Minuten
Der Rechner beantwortet drei Fragen: Was fehlt monatlich, wenn Sie berufsunfähig werden? Was fehlt, wenn Sie sterben? Und wie lange tragen Ihre Rücklagen die jeweilige Lücke?
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Ihre Zahlen
Ihr Ergebnis
Modellrechnung zur Orientierung, Stand Juli 2026. Die Erwerbsminderungsrente ist geschätzt — Ihren tatsächlichen Anspruch nennt die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Eine Hinterbliebenenrente ist bewusst nicht eingerechnet. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser — es werden keine Daten übertragen.
Ergebnis besprechen — kostenfreiWie der Rechner rechnet
Damit die Zahlen nachvollziehbar bleiben, hier die Annahmen offen:
| Größe | Rechenweg |
|---|---|
| Bruttoeinkommen | Ihre Angabe; ohne Angabe geschätzt als Netto × 1,45 |
| Erwerbsminderungsrente | 32 % des Bruttos, abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung, gedeckelt auf Ihr Netto |
| Lücke bei Berufsunfähigkeit | Fixkosten − (Erwerbsminderungsrente + Partnereinkommen) |
| Einkommenslücke | Ihr Netto − Erwerbsminderungsrente |
| Lücke im Todesfall | Fixkosten − Partnereinkommen |
| Rücklagen-Reichweite | Rücklagen ÷ Lücke, abgerundet auf volle Monate |
| Richtwert Todesfallsumme | Todesfall-Lücke × 12 × 10 Jahre |
Drei bewusste Entscheidungen dahinter:
- Die Hinterbliebenenrente bleibt außen vor. Sie beträgt 55 % der Rentenanwartschaft des Verstorbenen — nicht seines Nettos — und hängt an den Beitragsjahren. Bei jüngeren Menschen ist sie klein, und eigenes Einkommen wird angerechnet. Eine Schätzung wäre hier eher irreführend als hilfreich, deshalb zeigt der Rechner die Obergrenze der Lücke.
- Die Erwerbsminderungsrente wird optimistisch angesetzt. In vielen Fällen von Berufsunfähigkeit gibt es sie gar nicht: Sie setzt voraus, dass Sie keine Tätigkeit mehr über sechs Stunden täglich ausüben können — nicht, dass Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Setzen Sie den Wert auf null, um den realistischeren Fall zu sehen.
- Kein Inflationsaufschlag. Über zehn oder zwanzig Jahre verliert eine feste Rente an Kaufkraft. Der Rechner bildet das nicht ab — die tatsächliche Lücke wächst mit der Zeit.
Ein Beispiel, komplett durchgerechnet
Nehmen wir eine Familie mit zwei Einkommen: 3.000 € netto (Sie), 2.000 € netto (Partner), 2.800 € für Rate und Fixkosten, 15.000 € Rücklagen. Brutto ist nicht angegeben, wird also mit 4.350 € geschätzt.
Wenn Sie berufsunfähig werden: Die geschätzte Erwerbsminderungsrente beträgt 1.220 €. Zusammen mit den 2.000 € des Partners stehen 3.220 € zur Verfügung — mehr als die 2.800 € Fixkosten. Der Rechner zeigt „gedeckt". Die Zeile darunter zeigt aber, was tatsächlich passiert ist: 1.780 € Ihres eigenen Einkommens fehlen. Aus 2.200 € frei verfügbarem Geld werden 420 €. Für eine vierköpfige Familie in München ist das der Unterschied zwischen einem normalen Leben und permanentem Rechnen — und zwar auf Jahre.
Wenn Sie sterben: Hier bleiben nur die 2.000 € des Partners. Es fehlen 800 € monatlich, allein um Rate und Fixkosten zu bedienen. Die Rücklagen von 15.000 € tragen das 18 Monate — danach muss die Immobilie verkauft werden. Der Richtwert für die Todesfallsumme liegt bei 96.000 €, um diese Lücke zehn Jahre zu überbrücken.
Und wenn der Partner nicht arbeitet? Setzen Sie das Partnereinkommen auf null, und die Zahlen kippen: Die BU-Lücke springt von „gedeckt" auf 1.580 € (Rücklagen: 9 Monate), die Todesfall-Lücke auf 2.800 € — dann tragen die Rücklagen noch fünf Monate, und der Richtwert für die Todesfallsumme steigt auf 336.000 €.
Dieser Vergleich zeigt, warum das zweite Einkommen der wichtigste Faktor in der ganzen Rechnung ist — und warum eine Alleinverdiener-Familie eine grundlegend andere Absicherung braucht als ein Doppelverdiener-Haushalt mit derselben Rate.
Was die Zahlen bedeuten
Die BU-Lücke zeigt, was monatlich fehlt, wenn Ihr Einkommen dauerhaft wegfällt. Steht dort „gedeckt", schauen Sie auf die Zeile darunter: Sie zeigt, wie viel von Ihrem Netto trotzdem wegfällt. Ein Haushalt, der die Rate noch zahlt, aber sonst nichts mehr, ist nicht abgesichert — er ist eingefroren. Und Berufsunfähigkeit dauert im Schnitt Jahre, nicht Monate.
Die Todesfall-Lücke ist meist die größere Zahl, weil kein Ersatzeinkommen an die Stelle tritt. Sie ist zugleich die Zahl, aus der sich die Höhe einer Risikolebensversicherung ableitet — wobei die Restschuld Ihres Darlehens die Untergrenze bildet. Mehr dazu auf Risikolebensversicherung bei der Baufinanzierung.
Die Rücklagen-Reichweite ist die ernüchterndste Zahl. Sie beantwortet, wie viele Monate Sie Zeit haben, bevor eine Entscheidung erzwungen wird — und dass diese Zahl bei den meisten Haushalten unter einem Jahr liegt, ist der eigentliche Grund, warum es beim Thema Absicherung um Zeit geht, nicht um Produkte.
Der Richtwert für die Todesfallsumme ist eine Größenordnung, keine Empfehlung. Er sagt: So viel bräuchte es, um die Lücke zehn Jahre zu überbrücken. Ob zehn Jahre reichen, hängt am Alter der Kinder und an der Restlaufzeit des Darlehens.
Wenn Sie die Zahl einordnen möchten
Der Rechner liefert eine Größenordnung. Was er nicht kann: Ihren tatsächlichen Rentenanspruch aus der Renteninformation einlesen, den Verlauf Ihrer Restschuld aus dem Tilgungsplan berücksichtigen oder bestehende Verträge gegenrechnen.
Genau das machen wir im Erstgespräch — kostenfrei, unverbindlich und in aller Regel mit dem Ergebnis, dass die Lücke kleiner ist als befürchtet, weil etwas Vorhandenes bereits zählt. Bringen Sie mit, was Sie haben: Renteninformation, Darlehensvertrag, bestehende Policen.
Beratung auf Deutsch, Englisch und Portugiesisch — in München-Pasing, per Video oder telefonisch.