Finanzberater München – Hendrik Benevides

Immobilienverrentung: was die Modelle kosten und was Sie zuerst prüfen sollten

Immobilienverrentung heißt: Sie machen den Wert Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung zu Geld, ohne auszuziehen. Dafür gibt es mehrere Modelle mit sehr unterschiedlichen Kosten. Was selten dazugesagt wird: Es gibt eine Alternative, bei der die Immobilie ganz Ihre bleibt. Hier steht die Rechnung zu beidem. Als Finanzberater in München stelle ich Verrentungsangebote der Finanzierungs-Alternative gegenüber – kostenfreies Erstgespräch, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.

Erst rechnen, dann unterschreiben Jedes Verrentungsangebot wird gegen die Beleihung gestellt – mit Zahlen.
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Hendrik Benevides – Immobilienverrentung: was die Modelle kosten und was Sie zuerst prüfen sollten

Was Immobilienverrentung bedeutet

Immobilienverrentung heißt: Der Wert der eigenen Immobilie wird zu Geld gemacht, ohne dass Sie ausziehen. Sie übertragen das Haus oder die Wohnung ganz oder teilweise an einen Käufer und erhalten dafür eine monatliche Rente, einen Einmalbetrag oder beides. Ein lebenslanges Wohnrecht oder ein Nießbrauch im Grundbuch sichert, dass Sie bleiben können.

Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Viele Menschen im Ruhestand sind vermögend und knapp zugleich — das Vermögen steckt in der Immobilie, auf dem Konto ist wenig. In München mit seinen Immobilienwerten ist diese Lage eher die Regel als die Ausnahme.

Was in den Prospekten der Anbieter selten steht: Es gibt zwei grundverschiedene Wege, an dieses gebundene Geld zu kommen — verkaufen und wohnen bleiben, oder behalten und beleihen. Diese Seite rechnet beide.

Die vier Modelle im Überblick

Modell Was passiert Sie erhalten Typische Haken
Leibrente Verkauf der ganzen Immobilie, Wohnrecht im Grundbuch lebenslange Monatsrente, teils plus Einmalbetrag Erlös deutlich unter Verkehrswert, Erben gehen leer aus
Teilverkauf Verkauf von z. B. 20–50 % an ein Unternehmen Einmalbetrag laufendes Nutzungsentgelt, Entgelt beim Endverkauf, Instandhaltung meist bei Ihnen
Verkauf mit Nießbrauch Verkauf, notariell gesichertes Nutzungsrecht Einmalbetrag Abschlag für den Nießbrauchwert; vermieten meist erlaubt, verkaufen nicht
Rückmietverkauf Verkauf an Investor, Sie bleiben als Mieter Einmalbetrag zum Marktwert-nahen Preis Sie zahlen fortan Miete, Schutz hängt am Mietvertrag

Die Umkehrhypothek — ein Kredit, der erst beim Tod oder Auszug fällig wird — spielt in Deutschland bislang eine Nischenrolle; es gibt kaum Anbieter mit nennenswertem Geschäft. Wer im Ausland davon gelesen hat: Auf dem deutschen Markt ist sie praktisch selten verfügbar.

Teilverkauf: die Rechnung, die im Prospekt fehlt

Der Teilverkauf wird am stärksten beworben und verdient deshalb die genaueste Rechnung. Die Zahlen dafür liefert die Finanzaufsicht selbst: Die BaFin rechnet in ihrem Beispiel mit einem Nutzungsentgelt von fünf Prozent pro Jahr auf den ausgezahlten Betrag, marktüblich sind Größenordnungen von vier bis sechs Prozent.

Angenommen, Ihre Immobilie ist 800.000 Euro wert und Sie verkaufen ein Viertel:

Auszahlung (25 %) 200.000 €
Nutzungsentgelt (5 % p. a.) 10.000 € pro Jahr — 833 € monatlich
Nach 10 Jahren gezahlt 100.000 € — die halbe Auszahlung
Beim Gesamtverkauf Durchführungsentgelt, häufig gut 3 % des gesamten Verkaufspreises
Instandhaltung, Reparaturen je nach Vertrag weiterhin vollständig bei Ihnen

Dazu kommt, was Verbraucherzentralen und BaFin seit Jahren kritisieren: Manche Verträge sichern dem Anbieter beim Endverkauf einen Mindesterlös auf seinen Anteil zu — das Marktrisiko liegt dann einseitig bei Ihnen. Und wer das Nutzungsentgelt nicht mehr zahlen kann, dem droht im Ernstfall der Verkauf der Immobilie und damit der Auszug — die BaFin benennt genau dieses Szenario in ihrer Verbraucherwarnung.

Nüchtern formuliert: Beim Teilverkauf zahlen Sie dauerhaft Miete auf Geld, das vorher Ihnen gehörte — und tragen die Kosten des Hauses weiter, als wäre es ganz Ihres.

Leibrente: warum die Rente kleiner ist, als der Wert vermuten lässt

Bei der Leibrente ist die Mechanik ehrlicher, aber sie hat ihren eingebauten Abschlag. Vom Verkehrswert geht zuerst der Wert des lebenslangen Wohnrechts ab — je jünger Sie sind, desto größer ist er, denn desto länger kann der Käufer die Immobilie weder nutzen noch vermieten. Der Rest wird auf die statistische Lebenserwartung verteilt und oft zusätzlich mit Sicherheitsabschlägen versehen.

Das Ergebnis überrascht viele Eigentümer: Aus einem Haus, das 800.000 Euro wert ist, wird keine Rente, die sich nach 800.000 Euro anfühlt. Marktüblich sind — je nach Alter und Objekt — einige hundert bis rund tausend Euro im Monat.

Zwei Punkte gehören in jede Leibrenten-Prüfung:

Wann eine Verrentung trotzdem passen kann

Es wäre unehrlich, alle Modelle pauschal abzuräumen. Es gibt Konstellationen, in denen eine Verrentung die richtige Antwort ist:

In allen drei Fällen gilt: Notar und eigene Bewertung vor jeder Unterschrift. Verrentungsverträge sind auf Jahrzehnte angelegt und faktisch nicht rückholbar.

Die Alternative: behalten und beleihen

Die abbezahlte Immobilie ist eine Sicherheit, gegen die Banken Darlehen vergeben — auch im Ruhestand. Das nennt sich Kapitalbeschaffung: Sie nehmen ein Darlehen auf die eigene Immobilie auf und bleiben vollständig Eigentümer.

Der Vergleich mit dem Teilverkauf von oben, gleiche 200.000 Euro:

Teilverkauf Beleihung
Eigentum nur noch anteilig bleibt vollständig Ihres
Laufende Kosten Nutzungsentgelt, z. B. 5 % p. a. Zins und Tilgung, Zins aktuell darunter
Wertsteigerung anteilig abgegeben bleibt ganz bei Ihnen
Erben müssen Anteil herauskaufen können das Darlehen ablösen oder umschulden
Rückweg praktisch keiner Sondertilgung und vorzeitige Rückzahlung möglich
Voraussetzung Immobilie, Alter Kapitaldienstfähigkeit — Rate muss aus Rente und Vermögen tragbar sein

Die letzte Zeile ist der ehrliche Teil: Nicht jeder bekommt dieses Darlehen. Banken müssen nach der Wohnimmobilienkreditrichtlinie prüfen, ob der Kredit über die gesamte Laufzeit bedienbar ist — das Alter allein ist kein Ablehnungsgrund, aber die Rate muss zur Rente passen. Genau hier entscheidet sich, welcher Weg für Sie offen ist. Und genau deshalb gehört diese Prüfung an den Anfang, nicht ans Ende: Wer erst den Verrentungsvertrag unterschreibt, kann danach nicht mehr vergleichen.

Wie eine Finanzierung im Ruhestand funktioniert und worauf Banken dabei achten, steht ausführlich unter Baufinanzierung im Rentenalter.

Verrentung in München: warum das Thema hier größer ist

In München treffen zwei Dinge aufeinander: hohe Immobilienwerte und Renten, die mit den Lebenshaltungskosten der Stadt nicht Schritt halten. Ein abbezahltes Reihenhaus in Pasing oder Aubing bindet oft ein Vielfaches dessen, was in Jahrzehnten an Rentenansprüchen entstanden ist. Entsprechend aktiv werben Verrentungsanbieter genau hier.

Für die Rechnung heißt das zweierlei. Die gute Nachricht: Bei Münchner Werten reicht oft schon eine kleine Beleihung — 50.000 bis 150.000 Euro — um das eigentliche Ziel zu erreichen, etwa den Umbau fürs Alter, die Unterstützung der Kinder beim Eigenkapital oder schlicht mehr monatlichen Spielraum. Die weniger gute: Wer hier Wertsteigerung abgibt, gibt Münchner Wertsteigerung ab — die Entscheidung wiegt schwerer als anderswo.

Häufige Anlässe, die zu mir führen: die Anschlussfinanzierung läuft aus und die Rate soll rentenfest werden, ein barrierefreier Umbau steht an, oder es geht um die Frage, ob das Haus die Pflegekosten tragen muss.

Wie ich vorgehe

Mein Part ist die Reihenfolge: erst klären, ob die Beleihung für Ihr Ziel reicht — dann haben Verrentungsangebote einen fairen Vergleichsmaßstab.

Konkret heißt das: Wir beziffern, wie viel Geld Sie wofür brauchen — einmalig oder monatlich. Ich prüfe bankenübergreifend, ob und zu welchen Konditionen eine Finanzierung auf Ihre Immobilie machbar ist, mit einer Rate, die zur Rente passt. Dieses Ergebnis — machbar oder nicht, und zu welchen Zahlen — legen Sie neben jedes Verrentungsangebot. Erst dann ist die Entscheidung eine informierte.

Kommt dabei heraus, dass die Beleihung für Sie nicht trägt, sage ich das ebenso klar — dann sind Notar, eigene Bewertung und ein sauberer Modellvergleich der richtige nächste Schritt, und den gehe ich nicht mit, weil er nicht mein Geschäft ist.

Ins Erstgespräch bringen Sie mit: den ungefähren Immobilienwert, die Renteninformation beider Partner, laufende Fixkosten und den Betrag, um den es geht.

Erstgespräch kostenfrei und unverbindlich, auf Deutsch, Englisch oder Portugiesisch — in München-Pasing, per Video oder telefonisch.

Warum Hendrik Benevides Ihr Vorteil ist

Ich vermittle keine Verrentung und verdiene an keinem dieser Modelle. Meine Rolle liegt auf der anderen Seite der Rechnung: prüfen, ob eine Beleihung das Gleiche leistet, ohne dass Sie Eigentum abgeben.

Offengelegte Rolle

Ich vermittle keine Verrentungsmodelle – was ich stattdessen tue, steht auf der Seite.

Persönliche Beratung

Kein Call-Center, kein Wechsel des Ansprechpartners – Sie haben mich persönlich.

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Für Sie vollständig kostenlos – die Vergütung erfolgt durch die Bank.

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Häufige Fragen

Wie funktioniert die Immobilienverrentung?

Sie übertragen Ihre Immobilie ganz oder teilweise an einen Käufer und erhalten dafür Geld - als monatliche Rente, als Einmalbetrag oder als Kombination. Im Gegenzug wird ein lebenslanges Wohnrecht oder ein Nießbrauch im Grundbuch eingetragen, sodass Sie wohnen bleiben können. Die wichtigsten Modelle sind Leibrente, Teilverkauf, Verkauf mit Nießbrauch und Rückmietverkauf. Sie unterscheiden sich erheblich darin, wer Eigentümer wird, wer die Instandhaltung trägt und welche laufenden Kosten entstehen.

Welche Nachteile hat eine Immobilienverrentung?

Drei wiegen schwer. Erstens liegt der Erlös deutlich unter dem Verkehrswert, weil das Wohnrecht den Wert für den Käufer mindert. Zweitens geben Sie künftige Wertsteigerungen ganz oder teilweise ab - in einer Stadt wie München ist das über zehn oder fünfzehn Jahre viel Geld. Drittens ist die Immobilie für die Erben verloren oder nur gegen Zahlung zu halten. Beim Teilverkauf kommt ein laufendes Nutzungsentgelt hinzu, das die Auszahlung über die Jahre erheblich aufzehren kann.

Wie hoch ist eine Immobilienrente?

Das hängt von Verkehrswert, Alter und Modell ab. Marktüblich sind bei der Leibrente oft Größenordnungen von einigen hundert bis rund tausend Euro monatlich - deutlich weniger, als viele Eigentümer angesichts des Immobilienwerts erwarten. Der Grund ist die Konstruktion: Vom Verkehrswert geht zuerst der Wert des lebenslangen Wohnrechts ab, danach wird der Rest auf die statistische Lebenserwartung verteilt. Wer die Zahl beurteilen will, braucht deshalb zuerst eine eigene, vom Anbieter unabgeleitete Bewertung der Immobilie.

Ist eine Immobilienverrentung sinnvoll?

Für die meisten Eigentümer ist sie die teurere Lösung - aber nicht für alle. Sinnvoll sein kann sie, wenn keine Erben da sind oder die Immobilie nicht in der Familie bleiben soll, wenn eine Bank wegen fehlender Kapitaldienstfähigkeit kein Darlehen gibt, oder wenn bewusst die lebenslange Zahlung mit Wohnrecht gewünscht ist. Wer dagegen Erben hat, kreditwürdig ist oder nur einen überschaubaren Betrag braucht, sollte zuerst die Beleihung der Immobilie rechnen - sie lässt das Eigentum unangetastet.

Was kostet ein Teilverkauf wirklich?

Mehr, als die Werbung nahelegt. Auf den ausgezahlten Betrag zahlen Sie ein laufendes Nutzungsentgelt - die BaFin rechnet in ihrem Beispiel mit fünf Prozent pro Jahr. Bei 200.000 Euro Auszahlung sind das 10.000 Euro jährlich. Nach zehn Jahren haben Sie die Hälfte der Auszahlung als Entgelt zurückgezahlt und besitzen trotzdem nur noch einen Teil der Immobilie. Beim späteren Gesamtverkauf verlangen viele Anbieter zusätzlich ein Durchführungsentgelt von häufig gut drei Prozent des gesamten Verkaufspreises, manche sichern sich zudem einen Mindesterlös auf ihren Anteil. Die Instandhaltung bleibt oft komplett bei Ihnen.

Verrenten oder beleihen - was ist besser?

Die Beleihung ist der wirtschaftlich sauberere Weg, wenn die Bank mitgeht: Die Immobilie bleibt vollständig Ihr Eigentum, Wertsteigerungen gehören Ihnen, die Erben können das Darlehen ablösen, und Sondertilgungen bleiben möglich. Ihre Grenze ist die Kapitaldienstfähigkeit - die Bank muss prüfen, ob Zins und Tilgung aus Rente und Vermögen dauerhaft tragbar sind. Genau daran scheitern manche Anträge im Ruhestand, und auf diese Lücke zielen die Verrentungsanbieter. Deshalb ist die Reihenfolge entscheidend: erst die Finanzierungsfrage klären, dann über Verrentung reden.

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„Herausragende Kompetenz und maximales persönliches Engagement – selbst am Wochenende erreichbar. Besser geht's nicht.“

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„Offene Kommunikation, hohe Fachkompetenz – als Laie wurden mir alle Konzepte verständlich erklärt.“

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Hinweis: Zinssätze und Konditionen sind marktabhängig und ändern sich täglich. Eine verbindliche Aussage ist nur nach individueller Prüfung möglich.

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