Ihre Lücke in drei Minuten
Der Rechner beantwortet vier Fragen: Was bleibt netto von Ihrer Rente? Wie viel brauchen Sie? Was fehlt monatlich? Und welches Kapital wäre nötig, um das aufzufüllen?
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Ihre Zahlen
Ihr Ergebnis
Modellrechnung in heutiger Kaufkraft, Stand Juli 2026. Sozialabgaben exakt gerechnet (8,75 % Kranken-, 3,6 bzw. 4,2 % Pflegeversicherung); die Einkommensteuer hängt von Ihren übrigen Einkünften ab und ist nicht abgezogen. Kein Inflationsaufschlag. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser — es werden keine Daten übertragen.
Ergebnis besprechen — kostenfreiWie der Rechner rechnet
| Größe | Rechenweg |
|---|---|
| Bruttorente | Ihre Angabe aus der Renteninformation; ohne Angabe geschätzt über Entgeltpunkte |
| Entgeltpunkte pro Jahr | Jahresbrutto ÷ 51.944 € (vorläufiges Durchschnittsentgelt der Rentenversicherung 2026) |
| Punktwert | 42,52 € monatlich je Entgeltpunkt (Stand 1. Juli 2026) |
| Krankenversicherung | 8,75 % — 7,3 % halber Beitragssatz + 1,45 % halber Zusatzbeitrag (Durchschnitt 2,9 %) |
| Pflegeversicherung | 3,6 % mit Kindern, 4,2 % ohne |
| Nettorente | Bruttorente − Sozialabgaben |
| Bedarf | heutiges Netto × gewählte Quote (70–100 %) |
| Rentenlücke | Bedarf − Nettorente |
| Kapital (Verbrauch) | Lücke × 12 × Rentenjahre |
| Kapital (erhaltend) | Lücke × 12 × 25 — die 25×-Näherung |
Vier bewusste Entscheidungen dahinter:
- Die Steuer ist nicht abgezogen. Sie hängt an Ihren übrigen Einkünften, am Ehegattensplitting und am Grundfreibetrag — jede Pauschale wäre irreführend. Bei Rentenbeginn 2026 sind 84 Prozent der Rente steuerpflichtig, 16 Prozent bleiben dauerhaft frei. Liegt Ihr steuerpflichtiges Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag, fällt keine Steuer an.
- Kein Inflationsaufschlag. Alle Werte sind in heutiger Kaufkraft, damit Sie sie mit Ihrem heutigen Einkommen vergleichen können. Die tatsächliche Lücke wächst mit der Zeit, weil eine feste Rente an Kaufkraft verliert.
- Die Punkteschätzung ist grob. Sie unterstellt ein über alle Jahre konstantes Verhältnis zum Durchschnittsentgelt und ignoriert die Beitragsbemessungsgrenze. Wenn Sie die Renteninformation zur Hand haben, nehmen Sie deren Zahl — sie ist immer genauer.
- Betriebliche Vorsorge und bestehende Verträge fehlen. Was Sie daraus erwarten, zieht Ihre Lücke entsprechend nach unten. Rechnen Sie es von Hand ab.
Ein Beispiel, durchgerechnet
Angestellte, 3.200 € netto, 5.000 € brutto, 40 Beitragsjahre, ein Kind, Bedarf 85 Prozent, 20 Rentenjahre.
Schritt 1 — die Bruttorente. 60.000 € Jahresbrutto zu 51.944 € Durchschnittsentgelt ergibt 1,155 Entgeltpunkte pro Jahr. Über 40 Jahre sind das 46,2 Punkte, mal 42,52 € = rund 1.965 € brutto.
Schritt 2 — was übrig bleibt. Minus 8,75 % Krankenversicherung und 3,6 % Pflegeversicherung, zusammen 12,35 %: rund 1.722 € netto vor Steuern. Allein diese Differenz von 243 € im Monat ist der Betrag, den die meisten Rechner unterschlagen.
Schritt 3 — der Bedarf. 85 Prozent von 3.200 € sind 2.720 €.
Schritt 4 — die Lücke. 2.720 € minus 1.722 € = rund 998 € im Monat.
Schritt 5 — das Kapital. Über 20 Rentenjahre verbraucht: rund 239.500 €. Nach der 25×-Näherung — einer Entnahme, die statistisch etwa 30 Jahre trägt — sind es rund 299.400 €.
Was dieses Beispiel deutlich macht: Die Person hat 40 Jahre lang überdurchschnittlich verdient und eingezahlt — und trotzdem fehlen fast tausend Euro im Monat. Das ist kein Rechenfehler, das ist die Konstruktion. Das Rentenniveau von 48 Prozent bezieht sich auf den Durchschnittsverdiener nach 45 Beitragsjahren, und es ist ein Wert vor Steuern, aber bereits nach Sozialabgaben — bei Rente und Lohn gleichermaßen.
Was die Zahlen bedeuten
Die Nettorente ist die Zahl, mit der Sie tatsächlich planen. Vergleichen Sie sie mit dem Betrag, den Sie heute im Monat ausgeben — nicht mit Ihrem Bruttogehalt.
Die Rentenlücke ist Ihre Planungsgröße. Steht dort „gedeckt", prüfen Sie die Bedarfsquote: 70 Prozent sind realistisch, wenn die Immobilie abbezahlt ist. Bei Miete in München ist auch 85 Prozent noch knapp gerechnet.
Der Kapitalbedarf ist die ernüchterndste Zahl, und sie hat zwei Lesarten. Die kleinere gilt, wenn das Kapital planmäßig aufgebraucht wird — was voraussetzt, dass man weiß, wie lange man lebt. Die größere unterstellt eine Entnahme, die statistisch etwa 30 Jahre trägt — nicht, dass das Kapital unangetastet bleibt. Zwischen beiden liegt die eigentliche Entscheidung, und die ist keine Rechenaufgabe.
Der wichtigste Hebel steht nicht im Rechner: die Zeit. Wer mit 35 anfängt, hat 32 Jahre, in denen Erträge selbst wieder Erträge bringen. Wer mit 55 anfängt, hat 12 — dann zählt die Sparrate, nicht die Rendite. Deshalb ist der Zeitpunkt der wichtigere Faktor als die Produktwahl.
Wenn Sie die Zahl einordnen möchten
Der Rechner liefert eine Größenordnung. Was er nicht kann: Ihre betriebliche Vorsorge einbeziehen, bestehende Verträge gegenrechnen, Ihren Tilgungsplan berücksichtigen oder die Steuer für Ihre konkrete Situation ermitteln.
Genau das machen wir im Erstgespräch — kostenfrei, unverbindlich, und in aller Regel mit dem Ergebnis, dass die Lücke kleiner ist als befürchtet, weil etwas Vorhandenes schon zählt. Bringen Sie mit: die aktuelle Renteninformation, Standmitteilungen bestehender Verträge, Unterlagen zur betrieblichen Vorsorge, bei Immobilienbesitz den Tilgungsplan.
Beratung auf Deutsch, Englisch und Portugiesisch — in München-Pasing, per Video oder telefonisch.